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Bruno und seine Geschichte
Vor genau 15 Jahren, im Sommer 2006, hielt ein junger Braunbär Deutschland und vor allem Bayern wochenlang in Atem. Zum ersten Mal seit über 170 Jahren war ein frei lebender Bär auf deutschem Boden unterwegs. „Bruno“, wie er genannt wurde, hielt sich wochenlang im deutsch-österreichischen Grenzgebiet und tauchte mal hier und mal dort auf. Tote Schafe und sein Auftauchen in menschlichen Siedlungen ließen die Sorge wachsen, dass von dem Bären eine Gefahr ausgeht. Nach erfolglosen Versuchen, ihn einzufangen wurde Bruno schließlich am 26. Juni 2006 im Rotwandgebiet oberhalb des Spitzingsees erschossen.

Bruno kommt ins Museum Mensch und Natur
Etwa eineinhalb Jahre später erhielt das Museum Mensch und Natur den toten Bären, um ihn in einer Ausstellung zu zeigen. Dafür wurden von Präparator Dieter Schön zunächst verschiedene Kleinmodelle erstellt, um unterschiedliche Körperhaltungen und Szenen durchzuspielen.

Collage Bruno Modelle web

    Krperform und Fell Bruno web

Danach wurde der Bär in monatelanger Arbeit präpariert und eine aufwendige Inszenierung gebaut. Dargestellt ist Bruno, als er in Kochel am See auf dem Grundstück eines Imkers mehrere Bienenstöcke umwarf und sich an dem Honig labte.

Bruno Praeparation web   Ausstellung Aufbau und Bruno web 

Im April 2008 wurde schließlich die Dauerausstellung „Problembär – Problem Bär?“ eröffnet, die die Chronologie der Geschichte von Bruno nachzeichnet. Darüber hinaus beschäftigt sie sich aber auch mit der Frage, ob und wie in Zukunft Bären und andere Wildtiere wieder ihren Platz in unserer Natur einnehmen können und Konflikte zwischen Mensch und Tier verhindert oder zumindest entschärft werden können.

In diesem Beitrag möchten wir unseren Museumspräparator Dieter Schön zu Wort kommen lasssem, der erklärt, wie langwierig und aufwändig die Arbeit an einer solche Museumsinstallation ist. Dazu haben wir für Sie ein Youtube Video erstellt. Sie finden es hier. Auch bei Google Arts & Culture werden die Schritte der Präparation noch einmal ausführlich, gemeinsam mit der Geschichte des Bären dargestellt.

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