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Sonderausstellung in der Winterhalle des Botanischen Gartens 
2. Juli bis 5. September 2021


Unsere Ausstellung lädt Sie zu einer Expedition in die bayerische Vergangenheit ein und gibt Einblicke wie Forscherinnen und Forscher den Spuren dieser Zeit ihre Geheimnisse entlocken. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Themenpfad im Freiland des Botanischen Gartens.

Besucherinformationen:
Eingang über den Botanischen Garten München-Nymphenburg
Haupteingang Menzinger Straße 65 
80638 München | Telefon: 0 89 - 17861-321
E-Mail: botgart@snsb.de |
www.botmuc.de

Öffnungszeiten: 10 – 18 Uhr
Eintrittspreise Sonderausstellung (inkl. Eintritt Botanischer Garten)
Regulär: 6,50 € + 1,72 € VVK-Gebühr
Ermäßigt: 4,50 € + 1,56 € VVK-Gebühr
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: 0 € + 0,70 € VVK-Gebühr

Kartenvorverkauf über MünchenTicket.
Resttickets an der Kasse (ohne Vorverkaufsgebühr)

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Es war eine fremdartige Welt, deren Überreste heute verschüttet unter München und dem Alpenvorland liegen: die Landschaft der Oberen Süßwassermolasse, einem wasserreichen Schwemmgebiet 17 bis 5 Millionen Jahre vor unserer Zeit. Dort wo heute städtischer Trubel herrscht oder Kühe grasen, existierte lange vor den Eiszeiten eine wilde, exotische Welt mit Zimtbäumen und Sumpfzypressen, durch die vier Meter große Hauerelefanten und Säbelzahnkatzen streiften. Kleine Herden Münchner Waldantilopen sprangen über die Schotterflächen ausgedehnter Flusslandschaften mit lianenreichen Auenwäldern, gejagt von einem fürchterlichen Räuber, dem Hundebär.  

Auf ausladenden Eichenästen räkelten sich Pandabären in der Sonne. Flughörnchen, groß wie Bettvorleger, glitten lautlos von Baum zu Baum. Diese versunkene Welt erfuhr im Jahr 2019 durch eine ganz besondere Entdeckung aktuelle Aufmerksamkeit: Der Fund einer 11,6 Millionen Jahre alten unbekannten Menschenaffenart in einer Tongrube bei Pforzen im Allgäu. Der als Danuvius guggenmosi wissenschaftlich beschriebene Fund versetzte Wissenschaft und Presse in aller Welt in Aufregung, weil anatomische Details darauf hinweisen, dass diese Menschenaffen sich aufrecht fortbewegten.

Von einem männlichen Tier, „Udo“ genannt, konnten wesentliche Teile des Skeletts rekonstruiert werden.Neben „Udo“ und weiteren Funden aus der Tongrube Hammerschmiede lassen zahlreiche Fossilien verschiedener Fundstätten in Bayern die Tier- und Pflanzenwelt der Süßwassermolasse aufleben und in großformatigen Landschaftsrekonstruktionen des bekannten spanischen Paläokünstlers Mauricio Antón lebendig werden. Neben dem Menschenaffen „Udo“ ist dabei der vor genau 50 Jahren gefundene „Mühldorfer Urelefant“ ein ganz besonderes Highlight. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Themenpfad durch den Botanischen Garten, auf dem man Pflanzen kennenlernt, deren nahe Verwandte seinerzeit im „Molassic Park“ gelebt haben.

Gezeigt wird aber auch, wie Forscherinnen und Forscher den Geheimnissen dieser lange versunkenen Welt auf die Spur kommen. So kann man versteinerte Pollen mikroskopieren, Fossilien mit heutigen Pflanzen vergleichen oder die Unterschiede im Körperbau von Menschen und Menschenaffen untersuchen. Alles in allem eine echte Expedition für Alt und Jung und die ganze Familie.Möglich wurde diese einmalige Ausstellung durch die Zusammenarbeit von Museum Mensch und Natur, Botanischem Garten München-Nymphenburg, der Bayerischen Staatsammlung für Paläontologie und Geologie, BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern sowie der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Madelaine Böhme an der Universität Tübingen.

Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier!